Neuhaus Ratgeber:
Die wichtigsten Fachbegriffe kurz erklärt!

Damit Ihnen unsere Fachbegriffe nicht chinesisch vorkommen, haben wir für Sie einige wichtige Worterklärungen alphabetisch sortiert.
Falls Sie einen Begriff nicht finden können, senden Sie uns doch einfach ein E-Mail info@neuhausag.ch, damit wir diesen in unserem Ratgeber ergänzen können.
Vielen Dank für Ihre Mithilfe.

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Begriff Erklärung
Ablösbare Etiketten Diese Etiketten sind vom Untergrund rückstandslos entfernbar. Werden auch als non-permanent Etiketten bezeichnet.

Abriebfestigkeit

Bezeichnung für den Widerstand (Reiben durch chemische oder mechanische Beanspruchung) z.B. des Aufdruckes auf einer Etikettenoberfläche.

ANSI

American National Standards Institute  
->CEN / ANSI ->siehe weitere Beschreibung unter ISO 15416

ASCII

American Standard Code for Information Interchange. Standard-Format zur Darstellung von digitalen Daten. Auch ASCII-Code (ASCII-Code-Tabelle)

Ausbluten

Seitliches Austreten des Klebstoffes zwischen dem Etikettenmaterial und dem Trägerpapier (Liner).
Die kann passieren, wenn das Material falsch gelagert wird, oftmals zum Beispiel bei zu hoher Raumtemperatur oder direkter Sonneneinstrahlung. Oder auch wenn die Etikettenrollen zu eng/hart gewickelt oder aufeinander gestapelt werden.

Back Coating

Rückseitenschicht vom Thermotransfer Farbband ->Schutz des Druckkopfes

Barcode

optoelektronisch lesbare Schrift, die aus verschieden breiten Strichen oder Punkten und Lücken besteht.
Wir unterscheiden zwischen eindimensionalen (Strichcodes) und zweidimensionalen (2-D) Codes.
1D-Codes: Strichcodes: Verschieden breite, parallelen Strichen und Lücken hintereinander. Druckrichtung in in Zaun-Form (horizontal) oder Leiter-Form (vertikal)
2D-Codes: Die Daten sind nicht nur in einer Richtung (eindimensional) codiert, sondern in Form einer Fläche über zwei Dimensionen, wovon sich auch die Bezeichnung ableitet. Der Vorteil ist eine höhere Dichte an Nutzinformation pro Fläche.
Die Daten in einem Barcode können mit optischen Lesegeräten, wie z. B. Barcode-Scannern oder Kameras, eingelesen werden und werden für den Warenfluss, Logistik, Inventarisierung, etc. verwendet.

Barcode-Scanner

Auch Barcode-Leser ; dienen zum Lesen und Weiterverarbeiten von Barcodes. Verwendung in Logistik, Einzel-/Grosshandel, POS, Lager, u.v.m.

Blanko-Etiketten

Noch leere Etiketten (z.B. auf Rolle) ohne Aufdruck. Sind in verschiedensten Grössen bestellbar und dann vor Ort individuell bedruckbar.

CEN / ANSI

Prüfnorm ; Qualitätsprüfung von gedruckten Barcodes. Neuhaus AG prüft alle eigenen Barcodes nach der Prüfnorm ISO 15416 (CEN / ANSI) und liefert auf Wunsch ein Prüfprotokoll.
Der Schwerpunkt der Auswertung liegt auf den Kontrastverhältnissen und der Dekodierbarkeit.
Es wird in Qualitätsklassen unterteilt:
4(A)   /   3(B)   /   2(C)   /   1(D)
A bezeichnet die höchste und D die schlechteste Klasse.
Ein F bedeutet nicht lesbar / unakzeptable Qualität.
GTIN/EAN/UPC - Symbole müssen mindestens einen Wert von 1.5 (C) aufweisen, wenn nicht durch spezielle Spezifikationen ein besserer Wert gefordert wurde. Es gibt Handelsketten und Spezifikationen, die mindestens einen Wert von 3.0 (B) fordern.

Die Auswertung nach ISO 15416 (CEN/ANSI) ist wie folgt:

3.50-4.00 = A = ausgezeichnet (sofort lesbar)
2.50-3.49 = B = gut (Erste Lesung lesbar ->oft gefordert)
1.50-2.49 = C = befriedigend (Oft erste Lesung lesbar)
0.50-1.49 = D = genügend (Mehrfachlesung möglich)
     <0.50 = F = ungenügend (ev. nicht decodierbar)

Cliche

Siehe unter Klischee

Code 128

Alphanumerischer Strichcode mit hoher Informationsdichte. Es können 128 Zeichen / Sonderzeichen (inkl. Gross-/Kleinschreibung) dargestellt werden.
ACHTUNG: Der Code128 ist nicht gleich EAN128 oder GS1 128 !

Code 39

Einer der ältesten und in der Industrie (v.a. Auto- und Pharmaindustrie) weit verbreitetsten Strichcodes. Sehr einfach aufgebaut und sehr 'tolerant' beim Drucken/Lesen.

Core

Siehe Kerne

Corona-Behandlung

Siehe Koronabehandlung.

Digitaldruck

Druckverfahren, bei dem ein Bild vom Computer direkt an eine Druckmaschine übertragen wird ohne, dass eine mechanische Druckform besteht (wie z.B. beim Flexodruck). Vor allem bei kleineren Auflagen kostengünstiger. Variable Daten möglich (Dies ist beim Sieb-/Flexodruck nicht möglich).

DIN-Formate

DIN A0 = 1188 x 840 mm
DIN A1 =   840 x 954 mm
DIN A2 =   594 x 420 mm               Bei Couverts:
DIN A3 =   420 x 297 mm               C3 = 324 x 229 mm
DIN A4 =   297 x 210 mm               C4 = 458 x 324 mm
DIN A5 =   210 x 148.5 mm            C5 = 229 x 162 mm
DIN A6 =   148.5 x 105 mm            C6 = 162 x 114 mm

DPI

'Dots per Inch' und zu Deutsch 'Punkte pro Zoll'. Im Thermotransferdruck die Auflösung bei einem Druckkopf oder im Allgemeinen die Auflösung bei einer Bilddatei.

Druckkopf /

Druckleiste

Der Druckkopf ist das druckende Element in einem Thermotransfer- und Thermodirektdrucker. Einzelne Punkte (dots) werden erhitzt und lösen dadurch beim Thermotransferband die Farbe ab, und brennen diese auf das Etikettenmaterial. Die Druckköpfe sind in Auflösungen von 203dpi, 300dpi und 600dpi erhältlich. Der Druckkopf sollte regelmässig nach Vorschrift gereinigt werden, denn Druckköpfe sind sehr empfindlich auf Verschmutzung. Wir empfehlen geeignetes Druckerkopf-Reinigungszubehör. Vorsicht vor allem mit mechanischen und spitzen Gegenständen.

Drucklack

Farbloser Lack. Wird zum Schutz für die Abriebfestigkeit oder zu Veredelung verwendet. Für verbesserte Druckeigenschaften nach dem Farbdruck werden für den Thermotransferdruck spezielle Thermotransfer-Drucklacke verwendet. Somit kann das Material anschliessend wieder optimal bedruckt werden.
Um die Qualität des Drucklackes für den Thermotransferdruck festzustellen (bedruckbarkeit) kann die Oberflächenspannung gemessen werden. Hierfür haben wir bei der Neuhaus AG ebenfalls eigene Testverfahren/Messmethoden.

EAN

European Article Number. Wurde im Jahr 2009 abgelöst durch die GTIN (siehe GTIN)

Endlosetiketten /

Endlosmaterial

 Eine Rolle mit ungestanztem Etikettenmaterial (selbstklebendes Material) ohne Unterbrechung. Meistens werden daraus Etiketten gestanzt und das 'Gitter' (Restmaterial um die Etiketten) abgezogen. Dann ergibt dies freigestellte Etiketten.
Beim Endlosmaterial kann mittels einem Stanzlaminator (->LabelFlex) selber inhouse Etiketten laminiert und gestanzt werden. Oder sonst kann das endlose Material mit einem Drucker mit eingebautem Querschneider (Cutter) auf die gewünschte Länge zugeschnitten werden. Solches Material wird aber dann meistens mit Rückseitensplitt oder mit einseitig abgezogener Lasche ausgeliefert, um die fertige Etikette besser vom Trägermaterial ablösen zu können.

FINAT

Internationaler Verband der Hersteller und Verarbeiter selbstklebender Produkte. Gegründet 1958 in Paris.
Fédération Internationale des Fabricants et Transformateurs d'adhesifs et thermocollants sur papiers et autres supports.
Viele europäische Etikettenhersteller und Zulieferer sind in diesem Verband. www.finat.com
Finat hat verschiedene Testmethoden zur Prüfung von Etikettenmaterialien und Klebstoffen -> Neuhaus AG hat verschiedene Testgeräte (nach FINAT Normen) zum Messen der Klebkraft und Ablösewerten von Etikettenmaterialien.

Flat-head Druckkopf

Beim Thermotransferdrucker ist in den meisten Fällen ein Flat-head Druckkopf eingebaut. Die Dotlinie (da wird gedruckt) befindet sich bei diesem Druckkopf ca. 5 - 10 mm vor dem Rand der Trägerplatte. Die Trennung zwischen Thermotransferband und Etikettenmaterial erfolgt somit kurz verzögert nach dem Druck (Farbübertragung). Für Flat-head Druckköpfe gibt es sehr viele verschiedene Thermotransferbänder in unterschiedlichsten Qualitäten für diverse Anwendungsbereiche.
Die andere mögliche Technologie wären die Near-edge Druckköpfe.
 
Flat-head Druckkopf:
Druckkopf Flat-head Thermotransferdrucker

Flexodruck

Ein sogenanntes 'Rollenrotations-Druckverfahren'. Im Flexodruckverfahren kann bis zu fünf-farbig gedruckt werden.
An einer 'Rasterwalze' wird die Druckform eingefärbt. Die Druckform (Klischee) selber wird auf einem Rotativ-Zylinder befestigt. Das Etikettenmaterial (Folie) läuft unter der Druckform durch und wird dadurch (Abdruck in der Druckform) entsprechend bedruckt. 

Folie

Basismaterial mit Klebstoff und Liner in verschiedenen Farben und Qualitäten wie Polyester, Vinyl, Polypropylen, Papier usw. Unbearbeitetes/ungestanztes Etikettenmaterial.

Gitter

Nicht benutztes Etikettenmaterial bei gestanzten Etiketten, welches das ausgestanzte Etikett umgibt. Wird nach dem Druck und dem Ausstanzen des Etiketts entfernt (nach oben abgezogen oder abgesaugt). Wenn das Gitter entfernt wurde hat man freigestellte Etiketten, die einfacher vom Träger abgelöst oder automatisch gespendet werden können.

GTIN / GS1

GTIN = Global Trade Item Number
Dies ist eine international eindeutige Nummer zur Produktkennzeichnung von Handelswaren. Die Nummern werden von der GS1-Stelle (www.gs1.ch) verwaltet und an verschiedene Hersteller auf Antrag vergeben. Es gibt dabei die 8-stellige GTIN-Kurznummer (früher EAN-8) und die 13-stellige Artikelnummer GTIN (früher EAN-13). Für die Vergabe spezifischer Nummern fallen Gebühren bei der GS1 Schweiz an.
Ein GS1-Kunde erhält dann immer eine eindeutige Hersteller-Nummer/Firmenkennung. Vor der erhaltenen Nummer muss dann immer noch der GS1-Präfix zur eindeutigen Länderkennung ergänzt werden. Ein GS1-Kunde kann dann also seine Hersteller-Nummer von einer GS1-Stelle kaufen und dann in vielen verschiedenen Ländern produzieren. Es muss einfach der entsprechende GS1-Präfix davorgestellt werden. Der Länderpräfix für die Schweis und Lichtenstein ist 760 - 769.
Weitere Informationen finden Sie bei der GS1 unter folgendem Link: Barcodes&Identification

Heissprägeband

Farbiges Band für den Einsatz auf den Neuhaus-Heissprägern. Farbe nach RAL oder Pantone.
Ansonsten sind Heissprägefolien für diverse Anwendungen im Einsatz: Verpackungen, Kosmetikartikel, Glückwunschkarten, Textilien, Markenschutz, u.v.m.

Hellfeld

Siehe Ruhezonen

Hotmelt

Thermoplastischer Schmelzklebstoff, lösemittelfrei

Inch

Englische Bezeichnung für Zoll.  1 Inch/Zoll = 2.54 cm. Wird meistens einfach als " dargestellt. 1 Zoll = 1"

Inkside IN

Bei Thermotransfer Farbbändern heisst das: Farbseite 'innen'  oder auch Inside-Inking (muss bei der Auswahl für den Thermotransferdrucker beachtet werden).

Inkside OUT

Bei Thermotransfer Farbbändern heisst das: Farbseite 'aussen'  oder auch Outside-Inking (muss bei der Auswahl für den Thermotransferdrucker beachtet werden).

ISO 15416

Barcode Prüfnorm, siehe unter CEN / ANSI

Kern

Für Etiketten: Kerne (meist Kartonkerne) werden verwendet um die Etiketten darauf zu wickeln. Standard-Kerngrössen sind: 3"-Kerne (76 mm), 38 mm-Kerne, 1"-Kerne (25,4 mm).
Für Thermotransferband: Kerne (meist Kartonkerne) werden verwendet um das Thermotransfer Farbband darauf zu wickeln. Erhältlich 'aussengewickelt' (Inkside OUT) oder 'innengewickelt' (Inkside-IN). Für die meisten Drucker auf einem 1"-Kern (25,4 mm) oder für kleinere Drucker auf einem 1/2"-Kern (12,7 mm).

Klischee

Druckform zur "Prägung" von konstanten Grafiken in Farbe. Zur Herstellung benötigen wir einen Film oder eine Reinzeichnung. Beim Heissprägen sind diese aus Messing. Beim Flexodruck bestehen diese aus flexiblen Photopolymer-Druckplatten (wie Gummi). Beim Vierfarbendruck werden dann ganze Klischee-Sätze verwendet. Mit einer Klebefolie werden die Klischees für den Druck auf den Rotativ-Zylinder geklebt.

Klebstoff

Acrylat. Klebstoffe bei Etiketten gibt es permanent haftend und non-permanent (rückstandslos entfernbar) und diese jeweils mit unterschiedlicher Klebkraft. Klebstoff verbindet zwei Oberflächen mittels Adhäsion und Kohäsion.

Koronabehandlung

Ein elektronisches Verfahren für Kunststoff-Folien, bei dem die Folienbahn über eine geerdete Metallwalze an einer Sprühelektrode vorbeigeführt wird. 
Viele Folien sind grundsätzlich wasserabweisend und können nicht bedruckt werden. Das Ziel der Behandlung ist die Polarität, wodurch die Folie anschliessend bedruckt werden kann. Die Farbe hält nun auf dem Etikettenmaterial.
Ein Etikettenmaterial kann ev. auch nach dem Druckvorgang einer Koronabehandlung unterzogen werden, um nach dem Bedrucken und UV-Trocknen das Material wieder besser für spätere Druckvorgänge bedruckbar zu machen.

Label

Etikette

Laminat

Schutzfolie  zum Schutz des Druckes auf der Folie. Das Laminat ist mit Klebstoff versehen und ist jeweils in glanz oder matt und in unterschiedlichen Qualitäten erhältlich.

Laufrichtung

Bei Etiketten in gestanzter und bedruckter Form eine gebräuchliche Angabe, die sich auf die Ausrichtung der Etiketten bezieht. Mit der Laufrichtung wird angegeben, in welcher Richtung die Etiketten auf dem Träger sind und in welcher Form die Etiketten bedruckt werden. Eine grafische Darstellung finden Sie auf unserer Webseite im Menü Verbrauchsmaterial / Etiketten.

Leporelloetiketten

Sind grundsätzlich das Selbe wie Rollenetiketten. Die Etiketten sind gestanzt hintereinander, werden am Ende jedoch nicht an einem Rollenkern festgeklebt, sondern in einem Karton in zick-zack gefaltet abgelegt. z.B. Konzerttickets werden oftmals als Leporello ausgeliefert. Nach jeder Etikette wird dann eine Querperforation gestanzt, dass die Etiketten (od. Tickets, etc.) gefaltet werden können.

Liner

Siehe Träger / Trägermaterial

Makulatur

Ausschuss-Material das sich zum Beispiel beim Einrichten der Maschine, durch fehlerhaften Druck, ungenaue Stanzungen, ungenügende Qualität ergibt. Dieses Material wird entsorgt.

Mehrbahnig

(Anzahl Nutzen)

Mehrbahnige Etiketten (Anzahl Nutzen) heisst, dass in x-Richtung (horizontal) mehrere Etiketten nebeneinander angeordnet sind. Vor allem bei ganz kleinen Etiketten macht es oftmals Sinn, mehrere Bahnen/Nutzen nebeneinander zu stanzen, um mehr Etiketten auf eine Rolle zu bringen. Wenn Etiketten einzeln nacheiander gedruckt oder gespendet werden müssen, sind die Etiketten einbahnig.

Modulbreite

Bei einem Strichcode ist die Modulbreite die Breite des dünnsten Striches, oder beim 2D-Code die Breite von einem Element. Diese Breite ist auch von der Auflösung des Druckers abhängig. Die kleinstmögliche Modulbreite ist bei Thermotransferdruckern je nach Auflösung wie folgt:
600dpi Drucker --> Kleinste Modulbreite 0.04233
300dpi Drucker --> Kleinste Modulbreite 0.08467
203dpi Drucker --> Kleinste Modulbreite 0.12512
Danach sind die jeweiligen Modulbreiten immer ein Vielfaches von diesem Wert.

Near-Edge Druckkopf

Bei einem solchen Drucker müssen auch spezielle Near-Edge Thermotransferbänder verwendet werden. Oftmals werden Near-edge Druckköpfe bei Direktdrucksystemen eingesetzt. Es gibt aber auch einige Hersteller von Thermotransfer Druckern die Near-Edge Druckköpfe verwenden. Die Trennung zwischen Thermotransferband und Etikettenmaterial erfolgt direkt nach dem Druck (Farbübertragung). Mit einem Near-Edge Drucker kann mit höheren Geschwindigkeiten gedruckt werden, als mit einem Flat-head. Ausserdem besteht der Vorteil, dass eine Farbband-Sparfunktion eingebaut werden kann.

Near-edge Druckkopf:
Druckkopf Nera-Edge Thermotransferdrucker

Nutzen

siehe unter Mehrbahnig (Anzahl Nutzen)

Oberflächenspannung

Die durch eine entsprechende Vorbehandlung erzeugte elektronische Ladung (Beflammen, Corona-Vorbehandlung oder auch Drucklack) auf der Oberfläche des Etikettenmaterials. Die Oberflächenspannung kann gemessen werden und sagt aus, wie gut das Etikettenmaterial bedruckbar ist, z.B. für den Thermotransferdruck.

Opazität

Lichtundurchlässigkeit. Umso opaker ein Material ist, desto blickdichter ist es. Die Opazität des Etikettenmaterials spielt für die Erkennung des Etiketts im Etikettendrucker eine Rolle. Der Sensor im Etikettendrucker misst den Unterschied der Opazität zwischen der Etikette und dem Träger. Damit werden dann die Etiketten kalibriert und ausgemessen. Wenn beide Materialien gleich opak sind (transparente Etiketten oder Endlos-Material), muss eine Druckmarke (Blackmark) auf die Rückseite des Trägers gedruckt werden.

Pantone

Eine Farbskala nach internationalem Farbsystem. In der Grafik- und Druckindustrie angewendet, kann somit eine genaue Farbe nach dem Pantone Farb-Fächer definiert und angegeben werden. Es wird zusätzlich unter drei zu bedruckenden Papiersorten unterschieden: glänzend beschichtet (coated), unbeschichtet (uncoated) und matt beschichtet (matt)

PAP

Neuhaus AG - Interne Bezeichnung für Papier Etikettenmaterial

PE

Polyethylen, thermoplastischer Kunststoff, gehört zu der Gruppe der Polyolefine

PEL

Neuhaus AG - Interne Bezeichnung für Polyethylen Etikettenmaterial

Perforation

Stanzung in Form von kleinen Schnitten entweder in der Etikette oder meistens zwischen den Etiketten. Durch eine Perforation zwischen den Etiketten können diese einfacher abgerissen werden. Je nach dem, wie einfach das Material gerissen werden darf, können unterschiedliche Perforations-Schnitte gewählt werden (2-1 / 3-1 / etc.).
Bei Etiketten, die automatisch gespendet werden müssen, dürfen keine Perforationslinien zwischen den Etiketten gestanzt werden.

PET

Polyethylenterephthalat, thermoplastischer Kunststoff aus der Familie der Polyester. Wir unter anderem zur Herstellung von Kunststoffflaschen (PET-Flaschen), Folien (Etikettenfolien) und Textilfasern verwendet.

Piggyback

Sandwich-Verbund bei Etikettenmaterialien. Eine dreilagige Konstruktion selbstklebender Materialien.
Nach der Verklebung der kompletten Etikette kann der oberste Teil wieder abgezogen und erneut verklebt werden.

POL

Neuhaus AG - Interne Bezeichnung für Polyester Etikettenmaterial

POP

Neuhaus AG - Interne Bezeichnung für Polypropylen Etikettenmaterial

PP

Polypropylen, teilkristalliner Thermoplast, gehört zu der Gruppe der Polyolefine

Prüfziffer

Eine zusätzliche Ziffer in einem Barcode, die mit einem speziellen Algorithmus berechnet wird und dann ans Ende des Barcodes gehängt wird. Damit kann überprüft werden, ob der Barcode nicht versehentlich falsch eingegeben wurde. Wenn eine Ziffer falsch ist, wird eine falsche Prüfziffer erscheinen.

PVC

Polyvinylchlorid, amorpher thermoplastischer Kunststoff. PVC ist eigentlich hart und spröde und wird erst durch die Zugabe von Weichmachern weich und formbar, z.B. für Etikettenmaterial. Wird oftmals Vinyl / Vinylfolie genannt. Bei der Neuhaus AG werden hochwertige, gegossene Vinylfolien angeboten.

RAL

Eine Farbskala nach internationaler Farbsammlung. In der Grafik- und Druckindustrie angewendet, kann somit eine genaue Farbe nach dem RAL Farb-Fächer definiert und angegeben werden. Jeder Farbe des Farbkatalogs ist eine vierstellige Farbnummer zugeordnet.

Release Wert

Kraft, die aufgewendet werden muss, um die Etikette vom Träger abzulösen. Vor allem bei automatisch spendbaren Etiketten muss der Release-Wert beachtet werden.

Rollenetiketten

Bei der Neuhaus AG werden ein grossteil der ausgelieferten Etiketten als Rollenetiketten angeboten. Diese Etiketten (oder das endlose Etikettenmaterial) werden auf einen Kartonkern (38mm / 76mm) gewickelt (innen- oder aussengewickelt). Es muss meistens auf den Rollen - Aussendurchmesser geachtet werden, der im Drucker noch Platz hat. Daraus ergibt sich dann auch die Anzahl Etiketten pro Rolle. 

Ruhezonen

Die hellen (leeren) Bereiche auf der rechten und linken Seite eines Strichcodes nennt man Ruhezonen oder Hellfeld. Ebenso gilt dies für den hellen (leeren) Bereich komplett um einen 2D-Code. Die Ruhezonen sind fester Bestandteil eines Barcodes und sollten unbedingt eingehalten werden. Denn die Ruhezonen / Hellfelder werden benötigt, um Anfang und Ende des Barcodes zu erkennen. Wenn die Ruhezonen nicht eingehalten werden, kann der Code eventuell nur ungenügend oder gar nicht gelesen werden. Es kann sogar vorkommen, dass vom Scanner ein falscher Inhalt gelesen wird. Die verschiedenen Codearten benötigen teils unterschiedlich breite Ruhezonen:
EAN13: Linke Ruhezone 11 Module, rechte Ruhezone 7 Module
EAN 8: Links und rechts 7 Module
Andere Barcodes: Ruhezone links und rechts (bei 2D-Codes auch oben/unten) immer 10 Module (10X), jedoch mindestens 2,54mm.

Am Besten wählen Sie jedoch die Ruhezonen immer etwas breiter als erforderlich. Denn Ruhezonen können nicht zu breit sein!

Siebdruck

Druckverfahren, bei dem die Farbe mit einem Gummi-Rakel durch ein feinmaschiges Sieb auf das zu bedruckende Etikettenmaterial gedrückt wird. Durch eine Schablone (negativ) wird an den Stellen, an denen keine Farbe sein soll, keine Farbe durch das Sieb gedrückt.

Silikonpapier

Ein mit Silikon beschichtetes Material. Beim Etikettenmaterial ist der Träger mit Silikon beschichtet. Die Silikon-Schicht sorgt dafür, dass die Etikette und das Gitter leicht abgezogen werden kann.

Thermodirektdruck

Thermodruck

Mit dem Thermodruckkopf wird direkt auf ein thermosensitives Spezialpapier gedruckt, welches sich bei der Erhitzung schwärzt. Die Ausdrucke sind meist einfarbig.
Anwendungen sind vor allem: Kassenbons, Quittungen, Versandetiketten, Parkscheine und Fahrkarten

 

Thermotransferdruck

Beim Thermotransferdruck wird eine mit Farbe beschichtete Folie (Thermotransferband) vom Thermodruckkopf (siehe Druckkopf) erhitzt. Dadurch wird die Farbe von dieser Folie abgelöst und auf das darunterliegende Etikettenmaterial übertragen. Die glatte Oberfläche sorgt für einen exakten Farbaufdruck und erzielt einen präzisen Druck.
Thermotransferband und die Drucktemperatur muss unbedingt auf die zu bedruckene Folie abgestimmt werden.
Anwendungen sind vor allem dauerhaft lesbare und qualitativ hochwertigere Etiketten wie Typenschilder, Barcodeetiketten, Lagerbeschriftungen, etc.

Topcoating

Englischer Begriff für Drucklack. Siehe Drucklack

Träger / Trägermaterial

Silikonpapier; unterer Teil am Etikettenmaterial. Duch die Silikonbeschichtung des Trägers wird das Anhaften des Etikettenmaterials verhindert. Auch bei dieser Beschichtung gibt es Unterschiede mit verschiedenen Ablösewerten (Release-Wert). Dadurch können die Etiketten besser gespendet werden.
Träger sind in verschiedenen Dicken und Materialien erhältlich (Papier- oder Kunststoff-Träger), je nach Anwendung.
 

TTB / TTR / TCR

Thermotransferband

Abkürzung für Thermotransferband / Thermal transfer ribbon / Thermal carbon ribbon
oder im umgänglichen Sprachgebrauch auch oftmals einfach Farbband.
Diese Farbbänder (muss jedoch nicht farbig sein) werden für einen Thermotransfer Drucker (Zebra Drucker) verwendet und sind Verbrauchsmaterial.
Bei Thermotransferbändern wird, vereinfacht gesagt, flüssige Farbe auf eine Folie aufgetragen und getrocknet. Danach werden die fertigen Folien auf einen Kartonkern (1/2-Zoll oder 1-Zoll) entweder (Abhängig für welche Druckerhersteller) mit der Farbseite innen (inkside-IN / innengewickelt) oder aussen (Inkside-OUT / aussengewickelt) aufgerollt.

Qualitativ hochwertige Thermotranferbänder können die Lebensdauer des Druckkopfes massiv verlängern!

Es gibt viele verschiedene Qualitäten, diese werden aber grundsätzlich in 3 Stufen unterteilt:
Harz - Bänder: hohe Qualität, nur für Kunststoff-Folien
Harz/Wachs - Bänder: mittlere Qualität (für gestrichene Papiere und Kunststoff - Folien)
Wachs - Bänder: geringere Qualität (für Papieretiketten)
Weitere Informationen finden Sie in unserem Thermotransferband-Materialvergleich

WYSIWYG

What you see is what you get. Was auf dem Monitor ersichtlich ist, wird auch so ausgedruckt.

Weichmacher

Substanz, die einigen Kunststoffen, hauptsächlich PVC, beigegeben wird, um Flexibilität, Formbarkeit und Dehnbarkeit zu erzielen.

ZBI

Zebra Basic Interpreter. Als Erweiterung zu der ZPL Programmiersprache Ist der ZBI im Drucker eingebaut. Basiert auf ANSI Basic Programmiersprache. Mit dem ZBI können Daten in einem 'fremden' Datenformat an den Drucker geschickt werden, dann werden die Befehle vom Basic Interpreter in ZPLII konvertiert.

Zoll

Masseinheit, 1 Zoll = 2.54 cm (siehe Inch)

ZPL

Zebra Programming Language. Programmiersprache von Zebra Technologies. Die ursprüngliche Sprache ZPL wurde mittlerweile zu ZPLII weiterentwickelt. Damit werden die Zebra Etikettendrucker angesteuert. Mittlerweile haben auch bereits viele andere Druckerhersteller einen ZPL-Emulator eingebaut, um ZPL-Befehle verarbeiten zu können. Vorgänger von ZPL ist EPL (Eltron). EPL kann jedoch bei vielen Drucker nicht mehr verwendet werden.
Bei Interesse senden wir Ihnen gerne ein entsprechende ZPL-Programming Manual als pdf zu.
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